Mit Sie Eltern eines Kindes mit einer seltenen Krankheit sind, müssen Sie mit vielen emotionalen Kosten kämpfen. Nach einer Weile kann auch der robusteste Mensch das Gefühl haben, dass die Bürden des Pflegens Ihre engsten Beziehungen verändert haben und sich ein Gefühl von Frustration und Traurigkeit einstellt. Manchmal kann die allumfassende Pflege, die Ihr Kind benötigt, Sie des Wunsches nach Intimität mit Ihrem Partner berauben.

 

Experten sind sich darüber einig, dass dieser Verlust an Intimität einer der schwierigsten Aspekte des Pflegens ist. Es ist nicht verwunderlich, dass durch die Notwendigkeit, sich an ein ganz neues Leben zu gewöhnen, die Intimität auf der Strecke bleiben kann. Aber Eltern, die ihre kranken Kinder pflegen, brauchen die emotionale Unterstützung durch Umarmen, Berühren, Halten und Küssen.

 

Hier möchten wir Ihnen einige Ansätze nennen, wie Sie die Intimität trotz der Herausforderungen der Pflege aufrecht erhalten können:

 

Kommunizieren Sie

Kommunikation ist das wichtigste Element jeder Beziehung. Schon in guten Zeiten ist das Sprechen über den Verlust von Intimität sehr schwierig; wenn die Krankheit eines Kindes hinzukommt, kann ein Gespräch als unmöglich erscheinen. Aber das Sprechen über Ihre Gefühle hilft Ihnen nicht nur, positiv zu bleiben, es hilft auch, Missverständnisse und Frustration abzubauen. Stellen Sie keine Vermutungen darüber an, was Ihr Partner braucht oder möchte. Fragen Sie. Und sagen auch Sie, was Sie brauchen und möchten.

 

Verbringen Sie Zeit miteinander

Dies kann als fast unmöglich erscheinen, doch es gibt Eltern, die auf kreative Art und Weise Möglichkeiten gefunden haben, wenigstens 10 Minuten gemeinsam zu verbringen. Das Teilen von Verantwortlichkeiten und Aktivitäten ist ein wichtiger Aspekt von Intimität. Finden Sie einige Aspekte in der Pflege, die Sie gemeinsam machen können.

 

Versuchen Sie, zu Hause ein „Date“ zu haben. Ziehen Sie sich hübsch an und verwenden Sie das „gute“ Geschirr für das Abendessen - auch dies ist eine Form von Intimität. Nehmen Sie sich täglich 10 Minuten Zeit, in der Sie nicht über die Krankheit oder deren viele Herausforderungen sprechen.

 

Seien Sie geduldig

Sie stehen beide unter großem Stress. Geben Sie der Intimität Gelegenheit, in kleinen Schritten aufzutauchen. Eine kurze Umarmung, ein Drücken des Arms, ein beruhigender sanfter Kuss kann die Geste sein, die eine Verbindung herstellt.

 

Suchen Sie nach Gleichgewicht

So hart es auch klingen mag, aber Sie dürfen nicht zulassen, dass die Pflege Sie mit Haut und Haaren auffrisst. Lassen Sie nicht zu, dass die Krankheit das komplette Familiengefüge dominiert. Legen Sie Pausen ein und bewahren Sie sich ein Leben außerhalb des Hauses, egal wie hart die Umsetzung auch sein mag. Der einzige Weg, auch in Zukunft ein guter Pflegender zu sein, ist sich selbst gut zu behandeln. Sie müssen gesund bleiben, um für die Pflege Ihres Angehörigen stark zu bleiben.

 

Intimität baut auf Vertrauen und harter Arbeit auf. Sie entsteht nicht automatisch und hat Höhen und Tiefen, angelehnt an sich verändernde Umstände. Pflege kann die Intimität einer Beziehung definitiv verändern - und die Anstrengung, diese Intimität aufrecht zu erhalten, kann härter sein als jemals zuvor - lassen Sie dennoch nicht zu, dass die Intimität der Realität der Pflege zum Opfer fällt!

 

  

So bewahrt man Intimität

wenn Sie Ihr Kind pflegen